Ist Boxen gefährlich? 8 Tipps um Hirnschäden zu vermeiden

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Fangen wir damit, woher der Gedanke überhaupt kommt, dass Boxen dumm macht und gefährlich ist. Viele Menschen sind der festen Meinung, dass das Boxen eine Sportart ist, wo man sich nur die Köpfe einschlägt. Offensichtlich ist es ja so, dass Schläge auf den Kopf ungesund sind, weshalb das Boxen gefährlich ist. Doch wie gefährlich ist Boxen wirklich? 

Dazu kannst Du ein kleines Selbstexperiment an Dir selber ausprobieren. Klopfe Dir leicht mit Deinem Handballen seitlich auf Deine Kinnspitze. Wie fühlt sich das für Dich an? Ich denke, dass Du sofort ein unangenehmes Gefühl in Deinem Kopf spürst. Mache noch einen weiteren Test. Dazu klopfst Du Dir diesmal mit Deinem Handballen leicht auf Deine Schläfe und auf den Hinterkopf. Ich bin mir sicher, dass Du auch hier ein unangenehmes Gefühl im Kopf verspürst. 

Machen wir uns also nichts vor: Jede Art von Schlägen auf den Kopf und die daraus entstehenden Erschütterungen sind nicht gut für unser Gehirn. Deshalb ist Boxen gefährlich. Aber nicht nur der Boxsport, sondern auch alle anderen Sportarten, wo es zu Erschütterungen im Gehirn kommen kann, sind nicht gerade optimal. Das ist auch der Grund dafür, warum unser Gehirn in einem dicken Schädelknochen schwimmt, wo es am besten geschützt ist. Übrigens habe ich zu diesem Thema ein Video auf meinem YouTube Kanal veröffentlicht: 

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Beispiele wie gefährlich Boxen wirklich ist

Ich denke, dass jeder von uns das traurige Schicksal des Greatest of all Time, Muhammad Ali, kennt. Alle wissen, dass er Parkinson hatte und glauben, dass das nur durch Boxen entstanden ist. Diese Behauptung wurde allerdings nie zu 100 Prozent bewiesen. Ärzte wisse jedoch, dass es eine Form von Parkinson gibt, welches sich Chronisch-Traumatische Enzephalopathie oder auch kurz CTE nennt.

Übrigens gibt es dazu auch ein Film mit Will Smith, wo er diese Erkrankung an Footballspielern untersucht. Den Film heißt „Concussion“ oder auf deutsch „Erschütternde Wahrheit“ und Du kannst ihn Dir hier anschauen


Wie gefährlich ist CTE im Boxen? 

CTE kann man bekommen, indem man immer wiederkehrende Schläge auf den Kopf bekommt, wodurch das Boxen gefährlich ist. Diese Form nennt sich auch Boxer Enzephalopathie oder anders genannt „Boxerdemenz“. 

Zu den Symptomen von CTE gehören Gedächtnisverlust, sinkendes Urteilsvermögen, Verschlechterung der Koordination, Depression, Angszustände, Parkinson und die fortschreitende Demenz. 

Diese Symptome beginnen schon oft Jahre oder Jahrzente nach dem letzten Hirntraume, den man am Ende seiner aktiven Karriere hatte. Durch diese Symptome ist Boxen gefährlich.  

Es gibt auch schon etliche Beispiele an Boxern, wo CTE eingetreten ist. Man hört sofort den Unterschied, wie die Boxer vorher gesprochen haben und nachher sprechen. Teilweise können sich einige von ihnen gar nicht mehr an bestimmte Personen erinnern oder so können gar nicht mehr richtig hören. Man kann sich das einfach so vorstellen, dass das von dem ständigen Reparaturprozess irgendwann ermüdet und es einfach „peng“ macht und die Sicherung durchknallt.

Hier kannst Du Dir einige Interviews ansehen: 

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Bedeutet das jetzt, dass ich Boxen nicht weiterempfehlen kann? Angesicht der Tatsache, dass Boxen gefährlich ist, kann ich jedem Menschen, egal in welchem Alter, nur das reine Boxtraining weiterempfehlen. Denn nur das Training an sich, ist das beste was Du Deinem Körper antun kannst.

Du wirst durch das Boxtraining fitter und schneller werden. Außerdem trainierst Du Deine Reflexe und Reaktionen, sowie die Hand-Fuß-Koordination Letzteres kann sogar dazu führen, dass sich mehrere Synapsen in Deinem Gehirn bilden können. Die Aussage „Boxen macht dumm“ ist somit falsch. Ganz im Gegenteil, Du kannst sogar dadurch schlauer werden.


Die Entscheidung musst Du treffen

Wenn Du Dich jedoch dazu entscheidest, an Wettkämpfen teilzunehmen, dann musst Du definitiv wissen, worauf Du Dich einlässt. Du wirst nämlich nicht daran vorbeikommen, Schläge einstecken zu müssen. Das passiert entweder beim Sparring oder im Boxkampf selbst. Es kommt aber auch darauf an, wie oft und mit welcher Härte Du Sparring in der Woche machst. Oder aber wie oft Du an Wettkämpfen teilnimmst. Außerdem muss man hier auch unterscheiden zwischen Amateur- und Profiboxen. Im Amateurboxen boxt man über drei Runden à 3 Minuten und im Profiboxen zwölf Runden à 3 Minuten. 

Wenn Du jetzt Mal mit einem Trainingspartner lockeres Sparring machst, wo Du etwas Deine Reflexe trainieren willst, dann ist das nicht schlimm. Falls du jedoch über mehrere Wochen hartes Sparring absolvierst, dann wirst Du auf jeden Fall den Unterschied deutlich merken. Aus Erfahrung weiß ich, dass man nach einem harten Sparring oder Wettkampf noch ein bis zwei Tage danach immer noch Kopfschmerzen haben kann. Deshalb musst Du Dir immer im Klaren sein, was es für Folgen haben könnte. Denn es ist wie es ist, boxen ist gefährlich. Das gilt aber auch für alle anderen Sportarten, wo Erschütterungen im Gehirn stattfinden können. 

 

Wie Du Dich vor Hirnschäden im Boxen schützen kannst

Der offensichtlichste Tipp, den ich Dir geben kann, ist Dich nicht treffen zu lassen. Das schaffst Du entweder dadurch, indem Du gar nicht erst Sparring oder Wettkämpfe bestreitest. Falls Du Dir das jetzt aber überlegt hast und Du willst es immer noch, obwohl Du weißt, dass Boxen gefährlich ist, dann werden Dir diese acht Tipps weiterhelfen. 


Tipp 1 – Deckung hoch

Du brauchst eine verdammt gute Deckung, um den direkten Treffer zu vermeiden. Deshalb musst Du unbedingt auf Deine Doppeldeckung achten. Halte Deine Hände immer oben. Wenn Du schlägst, ziehe auch Deine Hände wieder zum Gesicht zurück. Und lass die Elllenbogen am Körper, um auch gefährliche Körpertreffer zu vermeiden. 

Wenn Du eine genaue Anleitung sehen willst, worauf man bei der Doppeldeckung im Boxen achten muss, schau Dir gerne mein Tutorial auf Youtube an: 

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Tipp 2 – Reaktion und Reflexe verbessern

Des Weiteren kannst Du Schläge zum Kopf vermeiden, indem Du Deine Reaktion und Reflexe trainierst. So wirst Du nämlich in der Lage sein, Schläge kommen zu sehen und rechtzeitig auszuweichen. Deine Reflexe und Reaktion im Boxen kannst Du entweder alleine oder auch mit einem Partner trainieren. Zum Beispiel eignet sich das Trainieren mit dem Doppelendball. Ein Doppelendball ist nicht kostenaufwendig. Hier kannst Du Dir einen kaufen. 

Wenn Du willst, kannst Du Dir aber auch einen Doppelendball selber bauen. Dazu habe ich auch ein kurzes Video auf meinem YouTube Kanal veröffentlicht: 

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Tipp 3 – Beinarbeit verbessern

Der einfachste Weg nicht getroffen zu werden, ist der, dass Du Dich wegbewegst, sodass Dein Gegner gar nicht erst an Dich herankommt. Das tust Du dann, indem Du Deine Beinarbeit verbesserst. Wie Muhammad Ali schon sagte: „Schwebe wie ein Schmetterling, stich wie eine Biene!“ Und damit Du ein Gefühl dafür bekommst, wie Du Dich leichtfüßig bewegen kannst, solltest Du unbedingt das Seilspringen lernen. Natürlich musst Du auch wissen, worauf man bei der Beinarbeit im Boxen achten muss. Auch dazu gibt es bereits viele Videos auf meinem Kanal: 

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Tipp 4 – Auswahl des richtigen Trainingspartners

Wenn Du Sparring machst, ist die Auswahl des richtigen Trainingspartners unheimlich wichtig. Keiner möchte nämlich immer wieder harte Schläge kassieren, nur weil einer sein Ego nicht in die Tasche packt. Am Ende lernt man dabei nichts und geht mit Kopfschmerzen nach Hause. Deshalb empfehle ich auch immer mit einem erfahrenen Partner zu trainieren, der nicht gleich jede Situation ausnutzt, um Dich Knockout zu schlagen. 


Tipp 5 – Bedingtes Sparring

Wenn Du also den richtigen Trainingspartner gefunden hast, könnt ihr bedingtes Sparring machen. Bedingtes Sparring bedeutet, dass man sich gegenseitig Aufgaben zuteilt. Du darfst in der ersten Runde zum Beispiel nur mit der Führhand schlagen, während Dein Partner nur ausweichen darf, um seine Reflexe zu trainieren. In der zweiten Runde dürft ihr euch nur zum Körper schlagen etc.

Dadurch, dass ihr euch Aufgaben gibt, minimierst Du also die Anzahl der Kopftreffer. Neben dem bedingten Sparring gibt es aber auch noch das technische Sparring. Hier trifft man eher mit lockeren Schlägen und gibt dem Partner somit die Möglichkeit, sein können in Ruhe zu testen. Man hat einfach ein sichereres Gefühl, wenn man weiß, dass keine harten Schläge auf Dich zukommen. Hier kannst Du Dir mal ein Beispiel von einem technischen Sparring ansehen: 

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Tipp 6 – Mund- und Kopfschutz benutzen 

Das Du einen Mundschutz benutzen musst, damit Du Deine Zähne vor möglichen Schäden bewahrst, ist selbstverständlich. Doch was ist mit einem Kopfschutz? Obwohl viele der Meinung sind, dass ein Kopfschutz bei einem Treffer keinen Unterschied macht, finde ich es dennoch ratsam einen zu tragen. Der Kopfschutz gibt Dir ein Gefühl von Sicherheit. Außerdem bewahrt er Dich vor Kopfstößen und die dadurch resultierenden Platzwunden. Im Eifer des Gefechts kann es nämlich durchaus vorkommen, dass man Mal mit den Köpfen unabsichtlich zusammenstößt.


Tipp 7 – Boxen ist gefährlich ohne Ausdauer

Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn Du weißt, dass Du Dich eigentlich bewegen oder die Hände oben halten musst, es aber auf Grund der Müdigkeit nicht mehr kannst. Durch Mangel an Ausdauer habe ich damals meinen ersten Kampf verloren. Und je müder Du wirst, desto mehr sinkt auch Deine Konzentration. Also kannst Du die Schläge auch nicht mehr kommen sehen, ihnen ausweichen oder sie blocken. Deshalb musst Du immer genug Ausdauer haben, damit Du Dich immer noch voll auf die Schläge konzentrieren kannst. Hier siehst Du genug Trainingseinheiten, die Dir dabei helfen können, Deine Ausdauer zu steigern: 

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Tipp 8 – Weniger ist mehr

Und hier gibt es geteilte Meinungen. Die Einen sagen, dass man unbedingt alle zwei Tage Sparring machen muss, um sich an die Belastungen und die Schläge zu gewöhnen. Andere behaupten, dass man mit wenigen Sparringseinheiten genauso gut auskommt. Doch was stimmt denn nun? 

Meiner Erfahrung nach muss man definitiv nicht alle zwei Tage Sparring machen. Ich habe damals ungefähr ein bis zwei Sparringseinheiten in der Woche gehabt und konnte trotzdem im Ring stehen und wurde noch nie K.O. geschlagen. Meine Empfehlung an Dich wäre, dass Du guckst, was Dein Gefühl Dir sagt. Wenn Du der Meinung bist, dass Du mit ein bis zwei Sparringseinheiten in der Woche gut auskommst, dann bleib auch dabei. Lass Dir nicht einreden, dass Du mehr machen musst, um den Boxkampf zu gewinnen. 


Fazit - Ist boxen gefährlich?

Ja, boxen ist gefährlich. Macht boxen dumm? Ganz klares NEIN. Boxen macht Dich nicht dümmer. Ganz im Gegenteil, es kann sich sogar positiv auf Dein Gehirn auswirken. Allerdings gilt das nur für das reine Boxtraining, also ohne Sparring und Wettkämpfe. 

Falls Du Dir nach diesem Blog-Artikel etwas unsicher geworden bist, mit dem Boxen anzufangen, kann ich Dir folgendes empfehlen. Probiere es einfach mal aus. Du wirst schon merken, ob Du Sparring und Wettkämpfe bestreiten willst oder nicht. Und wenn Du Dich doch dagegen entscheidest, dann kannst Du ja nur das Boxtraining fortführen, denn das wird Dir definitiv im Leben weiterhelfen.

Ich hoffe, dass Dir dieser Beitrag weiterhelfen konnte. Gerne kannst Du mir unten Deine Meinung und Dein Feedback zu diesem Thema mitteilen. 

Dein Ferhat =)

Ferhat Öztas

Über den Autor

Ex-Bundesligaprofi-Boxer, Personal Trainer, Coach

  • Lieber Ferhat, ich bin 53 Jahre alt und habe mit 8 Jahren mit Kampfsport ( Judo, Karate) angefangen. Ich habe 10 Jahre lang Muay Thai geboxt, nicht professionell, aber mit Kämpfen, Meisterschafstteilnahmen und Lehrgängen beim Nationaltrainer. Seitdem bin ich Hobbyboxer. Ich hatte niemals ernsthafte Verletzungen, Bänderrisse oder Brüche. Sogar beinm Thaiboxen achteten die Trainer extrem genau auf die Partnerübungen. Also: Boxen ist nicht schlecht fürs Gehirn, das sagt auch der unsichtbare Ratgeber-Doktor von meinem Micky-Maus-Abo, mit dem ich telepathisch sprechen kann. Scherz. Jetzt mal im Ernst: Ausser Boxprofis passt doch jeder auf seinen Kopf auf, oder? Boxer kennen Schmerzen, kennen die Energie eines Schlages. Der offene, konzentrierte und disziplinierte Umgang mit Gewalt ist beim Boxen der Vorteil gegenüber anderen Sportarten wie Fussball, Skateboarden, etc. Dort steht die Gewalt nicht im Vordergrund, bleibt Nebensache, bis man im Krankenhaus liegt. Viele Sportler haben zuhause eine richtige Bibliothek an Röntgenbildern. Boxer nicht. Niemand, der sich selbst und andere vor Schmerzen schützen will, will wehtun. Jeder weiss genau: Das eigene laute Krachen des Schlages am Sandsack hört sich beim Trainingskameraden genauso laut an. Wir sind alle gleich – Fair Play – Boxen ist das beste Beispiel dafür. Boxen ist im Regelfall nicht schlecht für die Gesundheit, im Gegenteil. Mal ein bisschen Kopfweh nach einem harten Sparring oder ( sehr selten) ein Veilchen gehören dazu. Boxen ist ein Kampfsport.

    • Vielen Dank für Dein Feedback. Boxen gehört sogar zu den Sportarten, die am wenigsten Verletzungen vorweisen. Außerdem hast Du da vollkommen Recht, was die Fairness angeht. Die Meisten achten sehr auf die Regeln und gehen freundlich und fürsorglich miteinander um! 🙂

  • Faszination Boxen,
    ich bewundere alle, die bereit sind, den Wettkampf zu wagen.
    Ich weiß, wieviel Herzblut dahinter steckt, sich auf so ein Level zu katapultieren.
    Für mich, habe ich das Training, altersentsprechend angepasst.
    Trotzdem habe auch ich Lust auf Sperrung und mit dem richtigen Partner ist es auch möglich, sich unfallfrei auszutoben.
    Dann erst kann man seine Leistung richtig einschätzen und weiß, wo es überall fehlt.
    Boxing-arts hält da unglaublich viele Möglichkeiten bereit.
    In diesem Sinne, ich bleibe dabei.
    Vielen Dank Ferhat

    • Jeder Kämpfer hat Respekt verdient. Deshalb mag ich den Begriff “Fallobst” auch nicht so gerne. Finde es mega, dass Du für Dich den Weg gefunden hast, der am besten zu Dir passt! Bleib dran (Und ich hoffe, wir sehen uns mal demnächst wieder im Livetraining)

  • Aslanim Benim, ist Boxen gefährlich?
    …ich denke das kommt ganz darauf an, wie man an die ganze Sache herangeht. Wer sich jeden Tag beim Training mit voller Wucht aufm Kopf haut, dann kann es sicherlich sehr schnell sehr ungesund werden. Ich sehe da keine Probleme für diejenigen die mit Verstand, Köpfchen & Technik trainieren. Ist wie bei allem: Train Hard, Fight smart. It’s all about fun…

    Wer das Glück hat unter den Fittichen von Ferhat zu trainieren, kann sich glücklich schätzen. Bester Trainer Bester Boxer.

    Bämm…Bämmm…Bämmmm, Zafer (a.k.a. ZKARAHMA)

  • Hallo Ferhat,

    das ist echt ne gute Frage, die eben auch von Klischees lebt und nicht nur aus einem medizinischen Aspekt betrachtet werden kann.

    Zu dem grundsätzlich sportlichen Aspekt, wie man (Kopf)Verletzungen vermeiden kann, hast du ja schon viel geschrieben. Und ich denke man sollte sich eines gewissen Risikos vorab bewusst sein, bevor ich eine Sportart beginne.

    Ich denke es ist zusätzlich auch Veranlagung und der Umgang mit sich selbst. Wenn man sich Ziele zu schnell und zu hoch steckt, dann ist man vor Verletzungen nicht gefeit. Wie du schon schreibst, der Körper muss sich erst an Bewegungsabläufe gewöhnen, somit trainierst du den gesamten Körper und man ist schon einmal geschützter vor Verletzungen. Wenn man mit Hirn trainiert, lernt man sich und seinen Körper auch kennen. Zusätzlich hat nicht jeder die selben physischen Voraussetzungen. Sei es Nehmerqualitäten, aber eben auch Muskeln, Sehnen und Gelenke. Inzwischen ist ja auch wirklich viel über Kopfverletzungen und deren Verläufe beim Football bekannt. Und ich schätze jeder Profikämpfer weiß, das er dadurch ein erhöhtes Risiko hat, über die Jahrzehnte hinweg, eine schwere Kopfverletzungen zu bekommen.

    Lange Rede kurzer Sinn, ich denke nicht das man das Pauschal behaupten kann.

    Gruß
    Michi

    • Hey Michi,

      Danke Dir sehr für Dein Feedback!
      Das Wichtigste ist natürlich, dass man wissen muss, worauf man sich da einlässt. Der Rest muss nur noch mit “Hirn” gemacht werden, um den minimalsten Schaden abzubekommen =)

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    Besiege Deinen härtesten Gegner:

    Dich selbst!

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